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Langer 30.07.2010 17:42
Mein Vater kam aus Brosdorf und war als junger Mann dort ein so fanatischer Nazi, dass ihm (laut Erzählungen seines Bruders,meines Onkels) sein sozialdemokratischer Vater, mein geliebeter Opa, die Knochen gebrochen hätte, wenn er die unter dem Bett versteckte Hakenkreuzfahne entdeckt hätte.
Diese Seite des SUDETENTUMS wird von Ihnen rigoros verheimlicht.
Meine "Heimat" ist die multinationale Stadt und ein kleines Dorf in Italien. Ein Land welches übrigens von Deutschen Truppen mit Flammenwerfern, in Kirchen auf die Zivilbevölkerung geworfenen Handgranaten und anderen Terrormaßnahmen besonders zahm behandelt wurde.
Wahrscheinlich werden Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen, aber ich möchte als "Halb-Kuhländler" doch auch einmal ganz demokratisch eine Meinung zur ALTEN HEIMAT äussern.



Sehr geehrter Gast "Langer",

Sie schildern in Ihrem Beitrag zwei Seiten des "Sudetentums" und diese zwei Seiten gab es nicht nur im Kuhländchen, sondern auch in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern waren fanatische Anhänger des Nationalsozialismus und Gegner desselben beheimatet. Die Taten der deutschen Politik unter Anleitung durch die Nationalsozialisten werden seit Jahrzehnten umfassend beschrieben und "gewürdigt", sodaß wohl niemand sagen kann, ihm sei etwas davon verheimlicht worden.

Die Seite Ihres Großvaters dagegen wurde und wird teilweise immer noch "rigoros verheimlicht". Der Sudetendeutsche Antifaschismus wurde und wird von den Vertreibern und den Befürwortern der Vertreibung - auch hier in Deutschland - ignoriert. Er paßt nicht in das falsche Bild der "nazistischen" Sudetendeutschen, das man braucht, um das Verbrechen der Vertreibung zu rechtfertigen.

Unter den ca. drei Millionen Deutschen in der Tschechoslowakei war ein im Vergleich zu anderen Ländern hoher Anteil in antifaschistischen Parteien organisiert. Wahlerfolge der Henlein-Partei kamen erst spät, nachdem vor allem die Sozialdemokratische Partei bei der tschechischen Politik auf Granit gebissen hatte. Nach dem Münchner Abkommen - auch von Italien unterzeichnet - hat die Tschechoslowakische Regierung Tausende von Sozialdemokraten abgewiesen, die die an das Reich angegliederten Sudetengebiete verlassen wollten. Bei der Vertreibung wurde ebenso nicht unterschieden, welches politische Bekenntnis jemand hatte. Entscheidend war nur, daß man Deutsch war.

Bei den Vertreibungstransporten von "Antifaschisten", die es auch gab, war man etwas gnädiger. Diese Menschen durften etwas mehr mitnehmen und wurden nicht aller Habe beraubt. Ja sogar Kommunisten wurden mit Duldung der Sowjetunion aus Ihrer Heimat in die Sowjetische Besatzungszone abtransportiert.

Die Vertreibung war ein nationalistisches Säuberungsprojekt. Heute würde man sagen eine "Ethnische Säuberung" verbunden mit einem gigantischen Raubzug, um sich das Eigentum von über drei Millionen Menschen anzueignen. Ich meine, es ist unsere Aufgabe gegen das Vergessen dieser Tatsachen anzukämpfen. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe gerade als Vertriebene und Nachkommen von Vertriebenen, mit der jetzigen Bevölkerung im Kuhländchen zusammenzuarbeiten. Wer sollte es sonst tun. Wir sind diejenigen, die mit den Tschechen gemeinsam die meiste Bindung an dieses schöne Stück Europa haben.

Zu dieser Aufgabe lade ich Sie lieber Gast "Langer" herzlich ein. Das ist "multinationales" Leben.

Dieter Bruder 1. Vorsitzender "Alte Heimat"
Adelheid Mader
gullfoss(at)gmx(dot)de
07.06.2010 10:42
Bin auf der Suche nach meinen Vorfahren PLISKA

Mein Vater, schon verstorben, meinte, sein Vater Emil Pliska sei aus dem Kuhländchen nach Oberschlesien gekommen. Emil Pliska starb in Illnau 1927. Ich habe nun auf der Liste der deutschen Grabsteine in Neutitschein die Namen Emil Pliska und Karl Pliska entdeckt. Vielleicht sind es ja Vorfahren von mir. Wer weiß, wo ich mehr über Emil und Karl Pliska erfahren kann? An welche Ämter muss ich mich wenden?

Adelheid Mader
Erik Psenica
pserik(at)freenet(dot)de
24.05.2010 09:03
Hallo, an alle Neutitscheiner.
Ich bin 1956 in Novy Jicin geb und 1969 nach Deutschland ausgewandert. Gewohnt habe ich in der Resslova Str.2 . Schule ,, Gottwaldowa,,
Gibt es Leute, die mich aus dieser Zeit kennen?
Einfach e mail schreiben.
Grüsse aus Wetzlar.

Rolf Josef Eibicht
eibicht(at)yahoo(dot)de
http://www.carookee.de/forum/rbi
21.05.2010 07:48
Rechtzeitig zum Sudetendeutschen Tag.

Zu den deutschen Schicksalsfragen:
Totalverzicht und Demokratur
Heimatvertriebene als Stimmvieh mißbraucht, Demokratie zur Demokratur verkommen
---
Anmerkungen zu den größten politischen Verbrechen der deutschen Nachkriegsrepublik: den an den Menschenrechten der deutschen Heimatvertriebenen und den an unserer Demokratie, die zu einer Demokratur, zu einer Mitte-Links-Parteienoligarchie wurde
- Ein historischer Ausgleich und Kompromiß sind unabdingbar -
Beitrag unter:
http://www.carookee.de/forum/rbi/
oder im Forum der Iglauer Sprachinsel
MfG
Vladan Lazecky
Vladan(dot)Lazecky(at)seznam(dot)cz
19.04.2010 13:56
Guten Tag,

ich bin ein tschechischer Student aus Neutitschein. Ich schreibe die Bakkalaureusarbeit, die zum Ziel hat, die deutsche Kultur, Gemeinschaft und Bevölkerung vor dem Krieg und während der Kriegszeit in Neutitschein und in der Umgebung zu verarbeiten. Um die Arbeit objektiv und sachlich zu schreiben, brauche ich nicht nur Aussagen und Meinungen der Tschechen, sondern auch Gedanken und Erzählungen von den Deutschen, die hier gelebt haben. Wenn Sie Lust haben, einige Antworten auf meine Fragen zu geben, schreiben Sie an mich bitte ein kurzes Email. Ich wäre sehr dankbar.
MfG Vladan Lazecky
Franz Krumpach (Ortsbetreuer Schönau)
krumpachfranz(at)web(dot)de
19.04.2010 11:56
Hallo AH-Workers, das habe ihr klasse gemacht mit der neuen Webseite. Ganz besonders überrascht war ich am vergangenen Samstag über die Durchführung der Hauptversammlung. Kein böses Wort, keine Streiterei, was bis vor 2 Jahren noch an der Tagesordnung war. Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass der Vereinsnamen beibehalten wird, hatte ich doch das Zitat von Herrn von Habsburg vor 10 Jahren vorgebracht. Macht weiter so! Herzliche Grüße, Franz Krumpach
Martina Fialkovva (Ertel)
mrtn(dot)flkv(at)googlemail(dot)com
18.04.2010 15:32
Am 17.4.2010 nahm ich an der Mitgliederversammlung in Ludwigsburg teil. Es war für mich als nicht mehr Erlebnisgeneration sehr interessant, einen kleinen Einblick in das Vereinsleben der ehemaligen Kuhländer zu erhalten. Es war das erste mal überhaupt, daß ich an einer derartigen Veranstaltung teilnahm. Und ich war freundlich überrascht über die sofort herzliche Aufnahme sowie das Interesse, was mir entgegen gebracht wurde. Ich kann nur den Kinder und Enkeln dieser Generation empfehlen, einmal zu hinterfragen wo denn die Eltern oder Großeltern herstammen und was es mit der Vertreibung auf sich hat.
Seid ruhig neugierig!
Liebe Grüße
Martina F.(Ertel)
Gerald Metter
gerald(dot)metter(at)chello(dot)at
http://www.heraldik-metter.at/index.html
15.03.2010 18:47
Herzlichen Dank für diese Seite, nur durch sie konnte ich meine Vorfahren aus Botenwald/Bielau/Schimmelsdorf/Klantendorf und insgesamt 259 dazugehörige Personen finden...Vielen Vielen Dank und alles gute mit viel Erfolg Weiterhin!
Martina F.(Ertel)
mrtn(dot)flkv(at)googlemail(dot)com
12.03.2010 11:12
Da es jetzt diese schöne neue Seite gibt, möchte ich mich auf diesem Weg ganz herzlich bei Herrn Kurt Trompler-Kuhländler Ahnen und Familienforschung bedanken, welcher mir sehr auf der Suche nach den Vorfahren meines Opas Karl Ertel behilflich gewesen ist.
Walter Fr.Schleser
walter(dot)schleser(at)aon(dot)at
http://www.members.aon.at/~wschlese/
10.03.2010 17:25
Gratuliere zur hervorragenden/beispielhaften Neugestaltung der Internetseite unseres Kuhländchens.
 
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