Die Erträumung der Tschechischen Nation.

Die Erträumung der Tschechischen Nation. Farbbroschüre, 50 Seiten, A5-Format, zahlreich bebildert. © 2018 A. H.-Verein, Verlag G. Hess, Bad Schussenried.

 

Zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges legt der Verein "Alte Heimat Kuhländchen" im 70. Jahr nach seiner Gründung eine Studie vor, die sich mit einem der bestgehütetsten Geheimnisse der Neuzeit befasst: wie kam es zu der Entstehung des Konzeptes des modernen Nationalstaates und seiner globalen Ausbreitung? Warum geschehen bis auf den heutigen Tag im Namen und unter der Regie von Nationalstaaten beispiellose Gewaltexzesse und Menschheitsverbrechen?

Jahrtausende lang bestimmten Stammesfürsten, Könige und Kaiserreiche den Lauf der menschlichen Geschichte. Sie konnten sich dabei erfolgreich auf ihr besonderes "Gottesgnadentum" berufen. Doch nachdem Wissenschaftler das Geschehen in unserer natürlichen Umwelt immer besser mit mathematischen Formeln beschreiben konnten, erklärten im 18. Jahrhundert die Philosophen der "Aufklärung" Götter und Geister für nicht existent. An ihre Stelle setzten sie die "menschliche Vernunft", die von nun an unsere Geschicke lenken sollte. Was so harmlos klingt, entwickelte ungeahnte Sprengkräfte, die das Zeitalter des Feudalismus beendeten. Das von den Aufklärern erträumte Zeitalter des ewigen Fortschritts brachte zwar Fortschritte, die aber immer von Rückschritten begleitet waren - Humanismus und Barbarei wechseln seither wie Licht und Schatten.

Es fällt auf, dass gerade theologisch vorgebildete Menschen sich als Ideengeber, Visionäre, Demagogen oder Drahtzieher in den Dienst der neuen Zeit stellten. Bei der Suche nach den Geburtshelfern der Tschechischen Nation stoßen wir auf einen solchen Menschen, der als Kind Schafe und Ziegen hütete, den der Vater zum Theologen ausbilden ließ, der aber seit mehr als hundert Jahren als "Vater der Nation" verehrt wird. Lesen Sie hier die spannende Geschichte von František Platzký, der sich einbildete, von der Vorsehung ausgewählt zu sein, um die Tschechische Nation wieder zu erwecken.

Palatzký stammt aus dem früher so genannten "Kuhländchen", jener Gegend in Nordmähren am Oberlauf der Oder, wo seit Jahrhunderten Deutsche, Polen, Ruthenen (Ukrainer), Slowaken, Ungarn, Mährer und Böhmen aber auch Russen, Franzosen, Belgier, Skandinavier, Italiener und sogar Griechen einen Schmelztiegel aus Ideen und Meinungen sowie religiösen Konzepten bildeten.

Die vorliegende Schrift bleibt nicht bei der Beschreibung vergangener Ereignisse stehen, sondern schlägt den Bogen in die Gegenwart und macht Vorschläge für die Zukunft.


Art-Nr.: 61
ISBN: 978-3-87336-635-0
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