Kuhländler Archiv mit Heimatstube
Stiftung bürgerlichen Rechts in der Patenstadt des Kuhländchens

 

Ludwigsburg, Stuttgarter Straße 62 (Stuttgarter Torhaus)

Das Archiv mit Heimatstube kann nach Voranmeldung besucht werden:
Terminvereinbarung: Frau Ruth Junkert, Tel. 07154 - 80 88 650
Eintritt frei!
 

Weitere Informationen: http://www.kuhlaendchen-archiv.de

 

Chronik des Kuhländler Archivs mit Heimatstube in Ludwigsburg

 

Der Anfang des Kuhländler Archivs mit Heimatstube war das Aufheben und Sammeln der täglichen Dinge und Informationen im Leben der vertriebenen Kuhländler. Zeitungsausschnitte aus und über die alte Heimat, Nachrichten und Anschriften von Verwandten, Bekannten und Nachbarn, Suchmeldungen, aber auch kleine Erinnerungsstücke aus der Heimat und an liebe Menschen. In der Heimatzeitung "Alte Heimat, Jahrgang 6", ruft 1953 Landsmann Emil Jelonek dazu auf, alle Veröffentlichungen die unser Kuhländchen betreffen oder irgendwie erwähnen, zu sammeln und ihm für den Aufbau eines neuen Kuhländler Archivs zuzustellen.

Schon beim 1. Kuhländler Landschaftstreffen am 7.-8. August 1954 in Nördlingen, waren zwei Säle nötig, um die Sammlungen der eingeschickten Unterlagen und Gegenstände auszustellen. Die Landsleute Gerhard Joksch und Galuchka stellten für den Bezirk Odrau, Fritz Eichler für Fulnek und Emil Jelonek für Wagstadt und für das Kuhländchen aus. Für Neutitschein waren damals nur wenige Stücke vorhanden, da es noch keinen Betreuer dafür gab. Spontan stellte sich dafür Dipl. Ing. Gustav Stumpf zur Verfügung. Als Mitbegründer des Museumvereins für Neutitschein und das Kuhländchen, bzw. als Leiter des Kuhländler Heimatmuseums in Neutitschein, hatte er sich bereits in der Heimat große Verdienste auf dem Archiv- und Museumswesen erworben. Durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Erhaltung des Kuhländler Kulturgutes baute er in Fulda ein Heimatarchiv für Neutitschein und das Kuhländchen auf, das er bis zu seinem Tode am 7. August 1962 betreute. Damit wurde Dipl. Ing. Gustav Stumpf zum Gründer des "Kuhländler Archivs mit Heimatstube".

Seinem Wunsch entsprehend wurde seine komplette Sammlung in die Verantwortung des "Landschaftsrates Kuhländchen" übergeben. Über 1.500 Wertstücke, sorgsam registriert, umfaßte damals bereits die Sammlung, die vorerst in der Patenstadt für das Kuhländchen Ludwigsburg eingelagert werden mußte.

Am 20. Juli 1971 beschloß der Verwaltungsausschuß des Gemeinderates der Stadt Ludwigsburg, daß das "Stuttgarter Torhaus" für Archiv- und Museumszwecke den Kuhländlern mietfrei zur Verfügung gestellt wird. Der damals im Landschaftsrat zuständige Kulturreferent für das Kuhländchen Heinz Hohlbaum übernahm die Betreuung. Er trug beim Gestalten und Einrichten die Hauptlast. Schon beim Kuhländler Bundestreffen 1972 konnte das neugestaltete Kuhländler Archiv mit Heimatstube von ihm der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Auf Vorschlag des Landschaftsbetreuers Kurt Janik beschloß der Landschaftsrat Kuhländchen in seiner Sitzung vom 15. Febr. 1975 mit der Patenstadt Ludwigsburg eine "Gemeinnützige Stiftung Kuhländler Archiv mit Heimatstube" zu gründen, um eine möglichst weitgehende Sicherung der bereits bestehenden Sammlung in Ludwigsburg und ihre zweckentsprechende Auswertung zu gewährleisten. Die Vorteile einer derartigen Stiftung würden darin bestehen, daß sie unabhängig von politischen und vereinstechnischen Einflüssen tätig bleiben könnte.

Am 24. Juni 1976 wurde die Stiftung Kuhländler Archiv mit Heimatstube, Stiftung des bürgerlichen Rechts, vom Regierungspräsidium Stuttgart genehmigt. Anläßlich des 12. Kuhländler Bundestreffens in Ludwigsburg konnte der Kulturreferent der Heimatlandschaft, Heinz Hohlbaum, die Gründung der Stiftung Kuhländler Archiv mit Heimatstube bekanntgeben. Er dankte allen Landsleuten, die mit ihren Spenden und ihrer ehrenamtlichen Arbeit dazu beigetragen hatten, die Stiftung zu errichten.

Ein besonderer Dank galt jedoch unserem Paten-Oberbürgermeister Dr. Otfried Ulshöfer, der uns in jeder Hinsicht beispielslos unterstützt hatte. In seinem Grußwort sagte Dr. Ulshöfer unter anderem: "Ich beglückwünsche die Kuhländler zu ihrem Entschluß, eine Stiftung zu gründen und somit die Erinnerung an die schöne Landschaft an der Oder mit ihren Menschen für alle Zeiten sichergestellt zu haben. Die Stadt Ludwigsburg ist stolz auf ihre Patenkinder und wird immer dafür sorgen, daß sich die Kuhländler in Ludwigsburg wie zu Hause fühlen können".

Eine Vielzahl von Kuhländler Landsleuten haben dazu beigetragen, daß in der Zwischenzeit das Kuhländler Archiv mit Heimatstube zu dem geworden ist, wie es sich heute präsentiert. Es waren vor allem auch die vielen kleinen Geld- und Sachspenden, die zu diesem Erfolg geführt haben. Ihnen allen soll an dieser Stelle besonders herzlich gedankt sein.

Das "Kuhländler Archiv mit Heimatstube in der Patenstadt des Kuhländchens, in Ludwigsburg" dürfte den Kuhländler Landsleuten weitgehend bekannt sein. Es gibt aber darüber hinaus eine Anzahl von weiteren Heimatstuben für unsere Landschaft, die ebenfalls wertvolle Heimatstücke bergen, und die es sich lohnt, sie einmal zu besuchen. Sie werden dort von Landsleuten mit besonderer Aufmerksamkeit und Sorgfalt erwartet.

Informationsblatt (deutsch/tschechisch)

 

Träger:   Stiftung Kuhländler Archiv mit Heimatstube, Stiftung bürgerlichen Rechts
Vorsitzender:   Dieter Bruder
Schafäckerweg 16
69168 Wiesloch
Geldspenden an die Stiftung
Kuhländler Archiv
mit Heimatstube:
 

Konto: Kreissparkasse Ludwigsburg
IBAN: DE 5560 4500 5000 0012 7000

Sachspenden an:  

Frau Ruth Junkert
Beate-Paulus-Str. 2
70806 Kornwestheim
Tel. 07154 - 80 88 650

Die Stiftung ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

 

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